Institut für Bayerische Geschichte
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Tagung: Mitteleuropa durchqueren und verbinden

Verkehr und Region in der Neuzeit

26.02.2026 – 27.02.2026

Ort: Stadtarchiv Bamberg, Untere Sandstraße 30A, 96049 Bamberg

Datum: 26. Februar 2026, 14.00-16.00 Uhr und 27. Februar 2026, 9.00-16.00 Uhr

 

Verkehr kann global sein, beginnt aber stets vor Ort. Auf diese knappe Formel lässt sich die produktive Wechselbeziehung zwischen regionalen Forschungsperspektiven und dem grenzüberschreitenden Phänomen "Verkehr" bringen.

Mobilität, Transport und Kommunikation öffnen mithin viele Türen zur Geschichte europäischer Regionen in ihrer Verflechtung - die Bedingungen des Austauschs ordneten sich mit der Postkutsche, den Chauseen und Kanälen, der Eisenbahn, Telegraph und Telefon, dem Automobil und mit dem Flugzeug jeweils neu.

Franken und Bamberg stehen für diese Umbrüche: Das Städtedreieck Leipzig-Nürnberg-Frankfurt überwindet seit dem Mittelalter Distanzen auf europäischer, deutscher sowie bayerischer Ebene und war dabei stets mit den besonderen Herausforderungen seiner Binnenlange konfrontiert.

In ähnlicher Weise möchte die Tagung selbst einen Knotenpunkt der verschiedenen Zugänge zur Geschichte des mitteleuropäischen Verkehrs in seinen (über-)regionalen Dimensionen bilden. Sie fragt nach Voraussetzungen, Vollzügen und Auswirkungen des Verkehrsgeschehens und lädt zur Diskussion der konzeptuellen sowie thematischen Ansätze ein.

Um Anmeldung bei Dr. Matthias Bischel matthias.bischel@lmu.de wird gebeten.

 

Programm:

26. Februar 2026

14:00 - 14:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

Fragen an die regionale Verkehrsgeschichte
Dr. Matthias Bischel (LMU München)

14:45 - 16:00 Uhr
Panel 1:

Zugänge ermöglichen. Verkehrsgestaltung im Spannungsfeld lokaler, regionaler und überregionaler Voraussetzungen und Interessen
PD Dr. Lina Schröder (Assoziiertes Mitglied des Forschungskollegs Franken am IFLG Thurnau)

N.N.

17:00 Uhr
Abendvortrag

Der Einfluss der Verkehrsgeschichte auf die (mittel-)europäische Identität seit dem 18. Jahrhundert
Prof. Hans-Liudger Dienel (TU Berlin)

27. Februar 2026

9:00 - 10:15 Uhr
Panel 2: Süddeutsche Großprojekte der Verkehrslenkung vor und nach 1800

"Die Vereinigung des russischen Handels mit dem Rhein, der Schweiz und mit Frankreich durch diese neue Kommerzial-Donaustraße.“ Das pfalz-bayerische Projekt des Beneficium Speditionis
PD Dr. Magnus Ressel (Fernuniversität Hagen)

Bamberg als Drehkreuz Mitteleuropas? Wunsch und Wirklichkeit bayerischer Verkehrsplanungen im 19. Jahrhundert
Dr. Matthias Bischel (LMU München)

10:45 – 12:00 Uhr
Panel 3: Grenzen und Verbindungen in der Oder-Region

Berlin gegen Hamburg: Die Infrastrukturmaßnahmen Preußens an der Oder in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus Perspektive des Überseehandels
Dr. Jutta Wimmler (Bonn Center for Dependency and Slavery Studies)

Von transeuropäischer Vernetzung und Missing Links. Bahnverkehr zwischen der Oberlausitz, Niederschlesien und Nordböhmen im Spiegel historischer Zäsuren
Dr. Moritz Filter (nexus Institut Berlin)

14:00 – 15:15 Uhr
Panel 4: Gestaltung und Gestaltungsmacht von Verkehrs-Infrastrukturen

Auf dem Weg nach Franken? Die Chausseen des Fränkischen Reichskreises
Jost Dockter M.A. (Forschungskolleg Franken am IFLG Thurnau)

„Rheinwissen“ oder „Rheinkommissionswissen“? Die Arbeit der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt von außen im 19. Jahrhundert
Dr. Nils Bennemann (Universität Duisburg-Essen)

15:30 Uhr 
Abschlussrunde