Institut für Bayerische Geschichte
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Stefan Schnupp: Mittelstaatliche Diplomatie in Europa und dem Alten Reich

Das Gesandtschaftswesen Pfalzbayerns unter Kurfürst Karl Theodor (1777–1799)

15.12.2025

Schnupp - Cover klein

Als Bayern im Jahr 1777 an den Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz fiel, vereinigte er seine Territorien zum Kurfürstentum Pfalzbayern, das damit zum drittgrößten Herrschaftsgebilde im Alten Reich avancierte. Die beiden wittelsbachischen Länder, Pfalz und Bayern, hatten seitdem auch einen gemeinsamen diplomatischen Dienst. Insgesamt 119 Diplomaten vertraten als Botschafter, Gesandte, Residenten oder Agenten Pfalzbayern bei auswärtigen Höfen, Reichsinstitutionen und Städten sowie auf Kongressen.

Die Untersuchung widmet sich diesem Personenkreis, von dessen Mitgliedern bislang kaum mehr als die Namen bekannt waren, und analysiert ihn nach kollektiv-biographischen Gesichtspunkten. Aspekte des Alltags und die diplomatischen Lebenswelten werden ebenso beleuchtet wie die Praktiken des pfalzbayerischen Gesandtschaftswesens. Abgerundet wird die Studie durch den Blick auf die 83 Diplomaten der auswärtigen Mächte am Münchner Hof, deren Tätigkeit Diplomatie als reziprokes System erkennbar werden lässt.

 

 

Stefan Schnupp, Mittelstaatliche Diplomatie in Europa und dem Alten Reich. Das Gesandtschaftswesen Pfalzbayerns unter Kurfürst Karl Theodor (1777–1799) (= Materialien zur bayerischen Landesgeschichte 29), München 2025.


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