Institut für Bayerische Geschichte
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Portrait des Instituts für Bayerische Geschichte

Das Institut für Bayerische Geschichte widmet sich in Forschung und Lehre epochenübergreifend der Geschichte Bayerns vom frühen Mittelalter bis zur Zeitgeschichte. Das Institut ist eine zentrale Einrichtung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Unter der Leitung der beiden Lehrstühle für Landesgeschichte des Historischen Seminars sowie des Generaldirektors der Staatlichen Archive Bayerns ist es eine zentrale Anlaufstelle für Forschung und Lehre zur bayerischen Landesgeschichte.

Europäische Vernetzungen der bayerischen Geschichte und Interdisziplinarität prägen die inhaltliche Arbeit ebenso wie die Zusammenarbeit mit verschiedenen, meist in München angesiedelten außeruniversitären Einrichtungen, insbesondere mit der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und den Archiven. Der Sitz des Instituts für Bayerische Geschichte befindet sich im Gebäudekomplex des Bayerischen Hauptstaatsarchivs.

Gründung und Aufgabe

Das Institut geht auf eine Initiative von Professor Max Spindler und Ministerpräsident Wilhelm Hoegner aus dem Jahr 1946 zurück.

Im Einverständnis mit der Universität ermöglichte das Bayerische Kultusministerium die Einrichtung. Am 28. Februar 1947 erhielt Max Spindler die offizielle Mitteilung über die Errichtung des Instituts für Bayerische Geschichte. Inmitten der Bemühungen um den Neuaufbau des staatlichen Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg sollte das Institut eine bessere Erforschung der Bayerischen Geschichte und Ausbildung junger Nachwuchskräfte ermöglichen und damit ein geistiges und kulturelles Fundament für den neuen Freistaat schaffen.

Nach dem Vorbild des Wiener Instituts für Österreichische Geschichtsforschung sollte das Institut in räumlicher Verbindung und in enger Kooperation mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv Forschung und Lehre an den Originalquellen der Geschichte des Landes ermöglichen.

Geschichte

Keimzelle des Instituts war der 1898 als erster landesgeschichtlicher Lehrstuhl in Deutschland geschaffene Lehrstuhl an der Universität München, den zunächst Sigmund von Riezler, dann Michael Doeberl, Karl Alexander von Müller und schließlich Max Spindler innehatten. Es folgten Karl Bosl, Andreas Kraus, Walter Ziegler und nunmehr Ferdinand Kramer. 1974 wurde ein zweiter landesgeschichtlicher Lehrstuhl geschaffen, den Friedrich Prinz innehatte, ab 1998 gefolgt von Alois Schmid. Seit 2011 wird er von Dieter J. Weiß bekleidet. Eine weitere Professur besetzte von 1978 bis 1993 Wilhelm Störmer. Der Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte mit Hubert Glaser und Hans-Michael Körner war von 1977 bis 1999 dem Institut zugeordnet. Der Lehrstuhl für bayerische Kulturgeschichte mit Dietz-Rüdiger Moser gehörte von 2000 bis 2002 zum Institut. Außerplanmäßige Professoren am Institut waren Hans Rall, Monika Glettler, Karl Puchner und Johannes Merz. Derzeit wirken Ludwig Holzfurtner und Helmut Rankl als außerplanmäßige Professoren, Hermann-Joseph Busley und Joachim Wild als Honorarprofessoren.

Das Institut wurde in den Jahren 2002 bis 2005 im Zuge der Reformen an der LMU im Einvernehmen von Universität, Bayerischem Landtag und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst als zentrale Einrichtung der Ludwig-Maximilians-Universität reorganisiert. Seitdem besteht der Vorstand aus den Lehrstühlen für Bayerische Geschichte, die dem Historischen Seminar der LMU angehören, sowie dem Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns.


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